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Spanien 2011: Wenn der Fuß nicht schmerzt, ist es nicht Barcelona!

3 Kommentare

Kartenbild

Laufen, laufen, immer wieder und immer weiter. Ich kann mich nicht erinnern, das ich jemals einen Städtetrip gemacht habe, bei dem ich soviel zu Fuß unterwegs war wie in den sechs Tagen Barcelona. Gefühlte 1000 Km bin ich gelatscht. Und natürlich gab es immer noch eine weitere Sehenswürdigkeit in dieser Stadt, die einen Besuch wert gewesen wäre. Aber alles kann man halt einfach nicht besichtigen. Ein kurzer Reisebericht nach knapp einer Woche in der katalanischen Metropole…

Nach stand nun die nächste spanische Großstadt auf dem Programm: Die Anreise war recht entspannt (Flug ging erst um 12:15 Uhr ^^), zumal die City von Barcelonas Flughafen El Prat aus gut erreichbar ist. Unser Hotel (saubere, wenn auch etwas kleine Zimmer, hilfsbereites Personal, Frühstück leider ungenießbar) lag direkt am Strand in der Nähe von Port Olimpic – dem Hafen, der 1992 für die Olympischen Sommerspiele angelegt worden war. Dies war dann auch das erste Ziel, das wir am Abend des Anreisetags ansteuerten. Den langen Fußweg vom Hotel dorthin hatten wir zwar unterschätzt, aber dafür wurden wir mit einem leckeren und sauteuren Abendessen belohnt. Zwinkerndes Smiley Die nächsten zwei Tage waren wir mit dem “Barcelona Bus Turistic” unterwegs (neben diesem Unternehmen gibt es mit “Barcelona City Tour” auch noch einen weiteren Veranstalter für Busfahrten). Eine durchaus empfehlenswerte Methode, um die katalanische Hauptstadt zu erkunden. Pro Person zahlt man 26 € für zwei Tage und kann dann nach Belieben an zahlreichen Haltestellen in der Stadt ein- und aussteigen. Die Busse klappern eine festgelegte Route ab, die an so ziemlich jeder Sehenswürdigkeit vorbeiführt und fahren von morgens bis Abends durch. Länger als 10 Minuten muss man an den Haltestellten nie warten – sehr praktisch, Und nein, die Busse sind auch nicht randvoll mit gebrechlichen Rentnern!

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Den “Tourist Bus” nutzten wir, um Highlights wie das Casa Battló, der Parc Guell, das Camp Nou und die Sagrada Familia, deren Innenraum ja jüngst fertig gestellt wurde, zu besichtigen. Die restlichen Tage zogen wir dann auf eigene Faust zu Fuß los. Ausgangspunkt war in der Regel Placa de Catalunya (“Katalonienplatz”), das Zentrum der Stadt, an dem die berühmte La Rambla beginnt. Ich bin ganz froh, dass wir im April und nicht zur Hauptsaison im Juli / August in Barcelona waren, denn die Rambla war jetzt schon voll genug und die schwitzenden Menschenmassen, die sich dort im Sommer entlang schieben, will ich mir gar nicht vorstellen. Ansonsten säumen die Rambla unzählige Geschäfte, Eisbuden, Cafés und natürlich mehr oder minder begabte Straßenkünstler, Musikanten und so weiter – das pralle Leben also. Neben den mindestens vier überdimensionalen H&M-Shops (Barcelonas Innenstadt besteht zu 95 % aus Klamottenläden!) ist mir vor allem der fantastische Großmarkt auf der Rambla im Kopf geblieben. Frisches Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch gibt’s hier in Hülle und Fülle. Ganz lecker sind die variantenreichen Obst-Shakes, die man sich für 1,50 € mitnehmen kann!

Was wir gleich am ersten Tag festgestellt haben: Barcelona ist eine absolute Fußgänger- und Radfahrer-Stadt. An jeder Ecke kann man sich Drahtesel ausleihen und durch die City radeln. CIMG2818Den Rest erledigt man eben zu Fuß und/oder mit Hilfe des gut ausgebauten öffentlichen Verkehrsnetzes. Die Stadtbewohner laufen kaum schick gestylt durch die Gegend (anders als etwa in London) und über der Metropole liegt eine unaufgeregte, leicht hippie-eske Atmosphäre. Man merkt schon, dass Kunst, Kultur und Architektur hier einen hohen Stellenwert haben und das auch dementsprechend von den Leuten gelebt wird. Genauso verhält es sich mit Fußball respektive dem hier beheimateten FC Barcelona. Die Verehrung für den derzeit besten Fußballverein der Welt ist überall spürbar. Kioske und Geschäfte sind voll mit Fanutensilien und aus zahlreichen Fenstern hängen Wimpel und Trikots. Messi & Co. repräsentieren in den Augen der Bewohner die katalanische Volksseele und dafür wird der “FCB” (nicht zu verwechseln mit dem hier) geliebt. Für den kleinen Lokalrivalen Espanyol Barcelona – immerhin eine etablierte Größe in der ersten spanischen Liga – bleibt da nur ein winziges Stück vom Kuchen übrig. Seinen Reiz zieht Barcelona natürlich auch aus der Lage direkt am Meer. Von der City ist man mit Bus / U-Bahn in ca. 25 Minuten am kilometerlangen Sandstrand – das hat schon was! Zum Baden war das Meer jetzt Ende März zwar noch zu kalt, aber einfach mal die Füße in den warmen Sand legen, ist ja auch schon toll. Vor allem, wenn man davor 4 Stunden durch die Straßen getigert ist. Da war mir der Sonnenbrand danach auch herzlich egal Zwinkerndes Smiley  

Leider, leider ist Barcelona aber auch wirklich teuer! Bei den CIMG2933Eintrittspreisen werden die Leute ordentlich zur Kasse gebeten. Zwischen 15 und 20 € kostet es in der Regel, will man “Must sees” wie das Casa Battló oder das Camp Nou besichtigen – und wir waren nicht mal in der Hauptsaison dort! Tipp: Die Hotels haben oft Gutschein-Heftchen parat, mit denen man in einigen Restaurants, Shops, Museen und Sehenswürdigkeiten ein bis zwei Euro Rabatt kommt. Das rentiert sich, wenn man einige Tage in Barcelona bleibt. Besonders geärgert haben uns die hohen Preis beim Aquarium: Für 17,75 € bekommt man hier nur wenig Aufregendes in viel zu kleinen Aquarien zu sehen. Das Highlight, ein begehbarer Plexiglas-Tunnel mit ein paar kleinen Haien und Rochen, hat man in ein paar Minuten durch. Also: Nicht auf die bunten Plakate reinfallen, die in der Stadt herumhängen und von einer Haste-nicht gesehen-Unterwasser-Welt schwadronieren. Auf den Geldbeutel schlagen auch die Restaurants, die für – vergleichsweise einfache – Gerichte wie etwa Paellas gerne 13 € und mehr verlangen. Auch hier muss man vorsichtig sein: Die Preise auf den Speisekarten sind in der Regel exklusive der 8 % MWSt (VAT)! Die wird dann am Schluss noch auf den Gesamtbetrag draufgeschlagen…

Abgesehen vom (hohen) Kostenfaktor, hat sich der Trip nach Barcelona aber gelohnt. Die Stadt ist äußerst beeindruckend und 6 Tage reichen wirklich aus, um die Highlights zu besichtigen und einen guten Eindruck von der Stadt zu haben. Fazit: Wir kommen wieder Smiley 

Hier geht’s zur Bildergalerie auf Flickr!

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3 Kommentare zu “Spanien 2011: Wenn der Fuß nicht schmerzt, ist es nicht Barcelona!

  1. Super Zusammenfassung !! Ja, total agree, Barcelona muss man zu Fuss besichtigen! Aber ein „must see“ der Camp Nou ??? Ich war in Barcelona mindestens 4 Mal und habe noch nicht es besucht 😉 (werde nie machen …)

    Wart iht drin in la Sagrada Familia ? Jetzt löhnt es sich die 20 € zu bezahlen … früher nicht !

    Das Hotel am Strand (Hotel W – http://www.starwoodhotels.com/whotels/property/overview/index.html?propertyID=3183) hat ein Coctail Bar in 12. Stock und die Aussicht von Barcelona ist unglaublich! Habt ihr der „mercat de la boqueria“ besucht ? Es ist super die ganze Farbe die du da sehen kannst !

    Nächstes Mal -> Madrid (und Umgebung) 😉

    Grüsse, javier

  2. Hi Javo! Na ja, ich fand Camp Nou schon sehenswert. Hast du gewusst, dass es im Stadion eine Kapelle zum Beten gibt? 😉 Unglaublich!

    In der Sagrada Familia waren wir leider nicht drin. 20 € war uns zu teuer und es sind auch Hunderte Leute angestanden. Das machen wir dann, wenn die Sagrada Familia ganz fertig ist (in 100 Jahren oder so ^^).

    Das mit der Cocktail Bar im Hotel klingt super. Ein guter Tipp, danke! Auf dem „Mercat de la boqueria“ waren wir natürlich auch – wirklich toll!

    Und das nächste Mal Spanien fliegen wir auf jeden Fall nach Madrid! Hoffentlich wird es bald sein 🙂 Viele Grüße!

  3. Hey,

    Allerdings! Barcelona ist immer eine Reise wert. Falls ihr kostenguenstige aber super zentral gelegene Wohnungen, Zimmer oder WGs sucht, kann ich euch nur die Seite http://www.barcelona-home.com empfehlen! Schaut mal vorbei!

    Saludos,
    Lucia

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