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Hört, hört: Neues aus dem Plattenladen

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photo_457_20080903In den letzten Wochen gab es doch eine Menge interessanter Releases – meine “To check out”-Liste ist jedenfalls zwei Seiten lang Zwinkerndes Smiley Die neue Scheibe der Arctic Monkeys konnte ich mir schon zu Gemüte führen. Und auch in das aktuelle Album von Heather Nova habe ich reingehört. Meine Meinung…

 

Arctic Monkeys – “Suck it and see”

(Release: 03.06.2011)

AMDrei erfolgreiche Platten und jede Einzelne von Musikkritikern beklatscht  – bis jetzt haben die Arctic Monkeys alles richtig gemacht. Mit dem letzten Output “Humbug” zeigten die Jungs, dass sie weit mehr drauf haben als die hektisch zuckenden Postpunksongs á la “I bet you look good on the dancefloor”. Mit Cowboyhut und Lederstiefeln bewaffnet sowie Josh Homme an den Reglern gelang 2009 ein melodisches Wüstenrock-Album, das sich auch in meiner Jahresbestliste wiederfand. Und nun? Behalten die Mannen um Mastermind Alex Turner ihre staubige äh weiße Weste? Und ob! “Suck it and see” – Album Numero vier – ist ein lupenreines Pop-Album geworden: Bunt, griffig und fröhlich. Gleich die ersten vier Tracks sind Hits, nach denen sich andere Bands die Finger lecken würden. Die Gitarren schrammeln, Alex Turner croont und die Melodien schmiegen sich ins Ohr. O.K., die Lyrics sind simpel, aber “I wanna Rock ‘n’ Roll – brick by brick” kann man schon mal breitbeinig in die Welt hinaus schmettern. Dafür haben die Monkeys auch immer wieder hübsche Zeilen parat: “I poured my aching heart into a pop song/ I couldn’t get the hang of poetry / That’s not a skirt girl that’s a sawn off shotgun / And I can only hope you’ve got it aimed at me”. Der Mittelteil des Albums fällt zwar im Vergleich zum starken Beginn etwas ab, dafür gelingt ein Finale furioso: “Piledriver Waltz”, “Love is a Laserquest” und “That’s where you’re wrong” sind traumhafte Songs, die ganz offenherzig Sixties-Pop á la Beatles imitieren – zeitlos schön! "You look like you’ve been for breakfast at the Heartbreak Hotel" heißt es da etwa. Mit dieser Platte im Player bleibe ich auch gerne zum Dinner!

Links:

http://www.arcticmonkeys.de

http://www.arcticmonkeys.com


Heather Nova – “300 days at sea”

(Release: 27.05.2011)

heather

300 Tage? Nein – es waren sogar 1095 Tage bzw. drei Jahre, in denen von Heather Nova nichts zu sehen und zu hören war! Letzteres konnte man noch gut verkraften, schließlich entpuppte sich das 2008 veröffentlichte Album “The Jasmine Flower” als äußerst wirksame Schlaftablette. Nun ist Bermudas Pop-Export Nr. 1 aber aus dem Dornröschenschlaf erwacht und hat ihre Hängematte auf der Atlantikinsel wieder gegen das Mikrofon getauscht. Das Resultat, ein Konzeptalbum zum Thema Meer, lässt zunächst aufhorchen: Mit dem Opener “Beautiful ride” packt die gute Heather einen hübschen Ohrwurm aus, der an vergangene Glanztaten aus “Oyster-“Zeiten erinnert. Im Gegensatz zum Akustikgeklampfe auf der letzten Platte wartet “300 days at sea” auch wieder mit einem echten Bandsound auf. Das macht die Sache aber nur bedingt spannender, denn auf Albumlänge schippert Fräulein Nova nach dem erfrischenden Auftakt in eher seichten Pop-Gewässern. Viel zu oft versinkt ihre gefühlvolle Stimme in den einfallslosen Arrangements zwischen Piano und Streichern, so dass Songs wie “The good ship Moon” oder “Burning to love” schnell in die Kitschecke abdriften. Zwar bemüht sich Heather Nova sichtlich um Abwechslung, aber die zündenden Songideen bleiben Mangelware. Mit “I´d rather be” und dem verträumten “Stay” (incl. Meeresrauschen!) landet sie auf der Punkteskala nochmal weit  vorne. Insgesamt bietet “300 days at sea” aber zu wenig Substanz, um als Soundtrack zu einer Kreuzfahrt über alle Weltmeere durchzugehen. So bleibt ein Album zum Relaxen im Schlauchboot auf dem Badesee – nicht mehr und nicht weniger. 

Links:

http://www.heathernova.de/portal

http://www.heathernova.com

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