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Chefsache: Strombergs Rückkehr auf den Bildschirm

2 Kommentare

stromberg_4Die zuletzt mit penetranter inflationärer Häufigkeit bei Pro7 gezeigten Trailer haben es lange verkündet und auch in den Medien wurde breit berichtet: Heute Abend, um 22:10 Uhr, startet die fünfte Stromberg-Staffel mit dem Chef-Ekel Bernd Stromberg alias Christoph Maria Herbst in seiner Paraderolle. Die Büro-Comedy gehörte zwar nie zu den Quoten-Zugpferden bei Pro7, war aber – mehrfach ausgezeichnet – immer ein wichtiger Imagefaktor für den stets um Hipness bemühten Sender. Als Fan der ersten Stunde durfte ich mir die Kino-Promotiontour durch einige deutsche Städte natürlich nicht entgehen lassen. Dort wurden in Anwesenheit der Darsteller vier Folgen der neuen Staffel gezeigt…

15 Euro, um vorab vier Folgen der neuen Stromberg-Staffel zu sehen und die Darsteller persönlich kennenzulernen – das klang für mich nach einem fairen Deal. Nachdem ich von dem Event gelesen hatte, entschloss ich mich am 24. Oktober Abends spontan zum Mathäser Filmpalast zu fahren – eine Ticketreservierung war vorab nicht mehr möglich. Glücklicherweise gab es noch Restkarten und so saß ich kurz darauf im Kinosaal bzw. zunächst auf einer Gimmick-Tüte von Pro7. Diese enthielt u.a. eine Bernd Stromberg-Visitenkarte, die ich bei Gelegenheit bestimmt mal zücken werde Zwinkerndes Smiley Eine nette Fanaktion von Pro7.

stromberg_1Soviel kann verraten werden: In der neuen Stromberg-Staffel geht es richtig zur Sache. Gleich in der ersten Folge handelt Drehbuchautor Ralf Husmann das schwierige Themenfeld Ausländerintegration, Islamismus und Diskriminierung ab, als sich ein aus Marokko stammender Azubi in Strombergs Versicherungsklitsche Capitol vorstellt. Die Reaktionen der Mitarbeiter darauf fallen unterschiedlich aus – ein Reizthema, vermutlich auch heute noch in einigen deutschen Büros.

Im weiteren Verlauf übernimmt Stromberg den Chefsessel seines verhassten Vorgesetzten Becker und tritt dabei – sich endlich am Karriereziel wähnend – natürlich von einem Fettnäpfchen ins nächste. Denn von nun an muss er sich in einem elitären Kreis behäbiger Abteilungsleiter bewähren, was unweigerlich ins Chaos führt, obwohl er jetzt erst recht seine kleinen Intrigen spinnt. Später wird Stromberg, der sich immer als “Papa” seiner vertrauten Abteilungsrunde Ernie, Ulf und Tanja versteht, dann ironischerweise wirklich Papa, wie ihm seine Dauerliebschaft Jennifer eröffnet. Die hat Stromberg kurzerhand zu seiner persönlichen Sekretärin – juhu Klischee – befördert, was insbesondere bei Tanja nicht gut ankommt… .

Was mir an den neuen Folgen gefällt ist, dass sich trotz des naturgemäß kleinen Handlungsfelds Büro, erstaunlich viele wichtige Ereignisse und Figurentwicklungen aneinanderreihen. So bleibt es stets spannend. An der letzten Staffel, in der Stromberg ins Kuhkaff Finsdorf strafversetzt wurde, hat mich ja trotz aller Qualität immer gestört, dass die vermeintliche Liebesgeschichte zwischen Stromberg und Jennifer zu stark im Fokus stand. Dies ist in den neuen Folgen, die ich bisher sehen konnte, viel besser gelöst. Von daher hoffe ich, dass der Rest der neuen Staffel auf dem hohen Niveau der ersten Folgen bleibt. Selbstredend mangelt es auch diesmal nicht an typischen Stromberg-Sprüchen, die natürlich auch den Kultstatus der TV-Serie begründen. Schauspielerisch ist die Serie ohnehin großartig und man merkt den Darstellern an, dass sie sich mit großer Sicherheit in ihren Rollen und im Zusammenspiel miteinander bewegen.

Wie ging der Kinoabend im Mathäser weiter? Nach den ersten beiden Folgen, die von den Zuschauern frenetisch beklatscht wurden, kamen die Stromberg-Darsteller zusammen mit Ralf Husmann auf die Kinobühne. Neben Christoph Maria Herbst waren Bjarne Mädel (Ernie) und Diana Staehly (Tanja) dabei. Sie beantworteten einigen Fragen, die ein Moderator stellte und anschließend war das Publikum mit seinen Fragen dran. Dabei erzählte Husmann, dass nach wie vor ein Stromberg-Kinofilm geplant, dies aber derzeit noch nicht zu finanzieren ist. Nach ca. 15 Minuten öffnete sich der Vorhang für die zwei weiteren Staffel-Folgen, die – wie sollte es anders sein – von den lauthals lachenden Zuschauern gefeiert wurden. Anschließend konnten sich die Fans Autogramme und Fotos der Darsteller holen. Obwohl ich jetzt kein “Fanboy” bin, der sich für eine Unterschrift oder sonstige Star-Memorabilien stundenlang die Beine in den Bauch steht, ließ ich mir diese Gelegenheit, wie unschwer zu erkennen, nicht entgehen. Die Autogrammkarte ziert btw den Titel dieses Posts. 

Schade nur, dass man sich bei Pro7 wieder mal nicht dazu durchringen konnte, die neue Stromberg-Staffel auf einen früheren Sendeplatz zu legen. Lieber setzt man in der Prime Time auf familienfreundlichere Unterhaltung, das heißt “Simpsons” und “Two and a half men". Und das, obwohl die gelbe Familie zuletzt auch nicht mehr Quotengarant war. Dennoch ist die 5. Staffel Stromberg für mich natürlich ein TV-Pflichttermin. 

Fakten: Stromberg, 5. Staffel. Ab 08.11. jeden Dienstag um 22:10 Uhr bei Pro7.

 

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Links: Mit Christoph Maria Herbst

Rechts: Mit Christoph Maria Herbst, Bjarne Mädel und Diana Staehly

 

Bildquellen: Eigene Fotos 

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2 Kommentare zu “Chefsache: Strombergs Rückkehr auf den Bildschirm

  1. Habe gerade mit Daniel zwei Folgen gesehen. Wirklich Klasse! Die Verwicklungen und Sprüche…

  2. Jawohl, ein Stromberg-Fan mehr – so muss das sein 😉 Bisherige Staffeln habe ich ja übrigens auch auf DVD 😉

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