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Those were the days: Zurück in Hamburg

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Hafen_4Eigentlich wollte ich ja vor Weihnachten mit zwei Freunden nach Budapest fahren, um einen alten Kumpel zu besuchen. Nachdem der geplante Ungarn-Trip aber leider kurzfristig ins Wasser fiel und ich unbedingt ein paar Tage weg wollte, entschloss ich mich, meiner alten Liebe HH einen Besuch abstatten. Zuletzt war ich 2001 in der Elbmetropole und nachdem ich dort früher eine gute Zeit hatte, dachte ich mir: Zehn Jahre später – Hamburg, was geht? Ein kleiner Reisebericht aus dem “Stern des Nordens”…

Gelobt seien Portale wie mitfahrgelegenheit.de! Dort bieten die User nicht nur Reisemöglichkeiten per Auto an, sondern auch günstige ICE-Tickets. Ich fahre zwar als langjähriger, verspätungs- und ausfallgeplagter S-Bahn-Pendler nur ungern Zug, aber da ich mich so kurzfristig zum Hamburg-Trip entschlossen hatte, war eine Bahnfahrt noch die billigste Möglichkeit, dorthin zu kommen. Zumal mir eine Recherche nach Flugtickets wieder mal vor Augen führte, dass kurzfristige Inlandsflüge für Otto-Normal-Verbraucher kaum zu bezahlen sind, egal bei welcher Fluggesellschaft. Ich rätsele btw immer noch, wie ich vor drei Monaten mitten in der Urlaubssaison ein Flugticket von Madrid nach Ibiza für schlappe 46 Euro (Endpreis!) ergattern konnte. Zumal ich da auch kurzfristig gebucht hatte. Aber egal, ich schweife ab, daher zurück zum Thema.  

Ich hatte also Glück und konnte mir nach einigen Emails hin und her für 39 € ein ICE-Ticket nach Hamburg sichern (Normalpreis: 135 €). Am übernächsten Tag ging´s dann von München los (Abfahrt pünktlich, hui!) und knapp 6 Stunden später stieg ich dann auch schon im weihnachtlich geschmückten Hamburg Hbf aus (Ankunft pünktlich, wow!). Eigentlich war der Plan, direkt zum Hotel zu fahren, aber was soll ich sagen – Ich kam erst mal gar nicht aus dem Bahnhof raus. Denn kurz vor dem Ausgang lockte mich die Live-TV-Übertragung des Bundesliga-Schlagers Schalke 04 – Werder Bremen (5:0!) in eine kleine Kneipe mit dem höchst originellen Namen “Zapfhahn”. Dort waren ein paar HSV-Fans versammelt, die sich diebisch über die Demontage des Erzrivalen von der Weser freuten. Für mich als Schalke-Sympathisant natürlich auch eine feine Sache und so kamen wir gleich ins “Schnacken”, was sich direkt lohnte, denn die HSV-Jungs spendierten mir nicht nur zwei Astra, sondern auch etliche Insider-Tipps, wie ich denn meinen Hamburg-Aufenthalt am besten gestalten könnte "(“Gehste Kiez, Digger!”). Nun gut, zunächst musste ich aber noch im Hotel einchecken.

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Den Abend beschloss ich dann mit einem Hafenspaziergang entlang der Landungsbrücken, wo ich damals ein halbes Jahr lang sehr komfortabel gewohnt hatte. 

Für den nächsten Tag stand der erste Programmpunkt schon fest: Zuerst ging´s nach Blankenese, ungefähr 30 Min. mit der S-Bahn vom Zentrum entfernt. Das malerisch am Elbufer gelegene Villen- und Künstlerviertel windet sich um den Süllberg herum und sieht wirklich putzig aus. Alles sehr adrett und gepflegt – erinnert mich irgendwie an München-Bogenhausen nur eben mit Elbe und hanseatischem Chic. Die Reichen und Kreativen, die hier leben, dekorieren ihre Häuser auch gerne mal etwas ausgefallen und man kriegt durchaus Lust, hier auch mal seine ähm “Zelte” aufzuschlagen. Wenn man dort zum Bäcker geht, kann man mit Glück auch mal den ein oder anderen Promi begegnen. Sage ich nicht nur so, sondern weil mir dort tatsächlich Schauspieler Sky du Mont das letzte Stück Apfelkuchen, auf das ich so scharf war, vor der Nase weggekauft hat. Aber gut, ich habe ihn natürlich nicht erkannt und musste mich erst bei der netten Verkäuferin vergewissern, dass er es tatsächlich war. Nun ja, sei ihm der Kuchen gegönnt Smiley

Da ich bei meinem Abstecher nach Blankenese schon Elbluft geschnuppert hatte, wollte ich nun wie geplant richtig in See stechen. Eine Hafenrundfahrt hatte ich 2001 tatsächlich nie gemacht, also ließ ich mich von den Landungsbrücken aus zu den gigantischen Docks und Transportkränen schippern. Schon sehr beeindruckend, wenn man an den riesigen Frachtschiffen vorbeifährt und auf die Hamburger Skyline mit dem gerade im Bau befindlichen Millionengrab Konzerthaus Elbphilharmonie blickt. Wenn dieses Prestigeprojekt irgendwann 2014 fertig gestellt ist, soll die Elbphilharmonie das neuen Wahrzeichen der Hansestadt werden, wobei es ja für den “wahren Hamburger immer nur ein Wahrzeichen – den Michel – geben wird", wie uns der Erzähler am Bord des Ausflugsschiffes permanent versicherte. Wir fuhren zudem am zwei großen Kreuzfahrtschiffen vorbei, die an diesem Wochenende am Hafen vor Anker lagen. Die Queen Mary 2 – bekanntlich der größte Luxusliner der Welt – hatte ich leider knapp verpasst.

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Anschließend ließ ich es mir natürlich nicht nehmen, beim Kiez-Kultklub und Weltpokalsiegerbesieger FC St. Pauli vorbeizuschauen. Ich hätte ja auch gerne ein Match im Millerntorstadion besucht, aber an diesem Wochenende hatten die Jungs frei , da sie am Montag Abend das Spitzenspiel gegen Eintracht Frankfurt bestritten. Nun ja, immerhin konnte ich ein paar Fotos schießen. Später zog ich dann noch ein bisschen über den Kiez und gönnte mir ein Astra in der Kultkneipe Silbersack auf der Reeperbahn.

Am nächsten Tag traf ich mich mit meinem Kumpel Michi, der seit einiger Zeit in Hamburg lebt. Zusammen spazierten wir durch die historische Speicherstadt – ein absolutes “Must see”, wenn man in der Hansestadt weilt. Der weltgrößte Lagerhauskomplex ist in die Elbe hineingebaut und bietet faszinierende Ansichten: Häuser aus rotem Backstein säumen enge Wasserkanäle, über die sich kleine Brücken wölben. Überall sieht man nette architektonische Details wie spitze Türmchen und kunstvolle Torbögen.

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Außerdem hat man ständig den Duft von Kaffee und Gewürzen in der Nase, egal, wo man in der Speicherstadt unterwegs ist. Die Anlage beherbergt auch den “Hamburg Dungeon” und das “Minature Wunderland” – ebenfalls Touristenmagneten. Da wir nicht die Zeit für beide Sehenswürdigkeiten hatten, entschieden wir uns für Europas größte Modellbahnanlage – das “Miniature Wunderland”. In der Tat ein beeindruckendes Erlebnis, obwohl ich selber nie ein großer Fan von Modelleisenbahnen war. Vor allem, da in den aufwändig gestalteten Modell-Szenarios auch immer wieder kleine Geschichten erzählt werden und überall witzige Details zu entdecken sind.

Anschließend ging´s zum Aufwärmen nach Altona zum Weihnachtsmarkt. Eine leckere Wildschweincurrywurst bei Schmitt musste natürlich auch noch sein. Tja, und dann hieß es schon wieder Abschied nehmen. Schließlich ging später mein Flug zurück nach München und mein Gepäck musste ich ja auch noch vom Hotel abholen.

Fazit: Mir hat´s in HH wieder gut gefallen. Ich war zwar nur kurz da, habe die Zeit aber bestens genutzt. Vor allem konnte ich jetzt endlich ein paar Sachen besichtigen, für die ich vor zehn Jahren keine Zeit hatte. Wobei ich natürlich hinzufügen muss, dass ich ja damals nicht zum Vergnügen in der Hansestadt war, sondern Vollzeit gearbeitet habe. Bleibt mir also nur zu sagen: Ahoi Hamburg, du bist immer eine Reise wert Smiley

Hier geht´s zur Bildergalerie auf flickr

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