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Top 10: Die Platten des Jahres 2013

2 Kommentare

photo_457_20080903Traditionen soll man pflegen. Daher habe ich mal wieder eine Liste meiner Lieblingsalben des vergangenen Jahres erstellt. Ok, bisschen spät, aber bis dato hat mich im neuen Jahr auch noch keine Platte bzw. keine Band vom Hocker gerissen. Ich höre also immer noch die Platten von 2013 Zwinkerndes Smiley Dieses Mal ist mir die Nr.1-Platzierung wirklich schwer gefallen, da es für mich kein “Überalbum” gab. Aber genug geschwafelt, seht lest selbst….

 

Top 10 Alben

crocodiles1. CROCODILESCrimes of Passion

Dass die Australier ein Händchen für Melodien und griffige Refrains haben, zeigte schon der gute Vorgänger “Endless Flowers”. Auf “Crimes of Passion" wird diese Kunst nun auf die Spitze getrieben. Songs wie “I like it in the dark”, “Marquis de Sade” oder “Teardrop Guitar” sind Ohrwürmer erster Kajüte, die gerade noch genug Kante haben, um nicht gleich wieder aus der Hörmuschel rauszuflutschen. Frontmann Brandon Welchez scheint beim Schreiben mächtig verknallt gewesen zu sein, so lieblich sind die Songs geraten. Leider wird die Kuschelschiene beizeiten auch überreizt, so dass die zweite Hälfte des wieder mal recht kurzen Longplayers einen Tick zu glatt und cheesy gerät. Dennoch ein starkes Album!

Links:

http://www.cargo-records.de/de/item/63876/artist/crocodiles/artist_details.76.html

http://www.facebook.com/killcrocodiles

 

Ajenssen2. AMANDA JENSSENHymns for the Haunted

Ich hatte ja hier schon zuvor meine Begeisterung für dieses Album ausgerückt. Die Frage war nur, ob sie am Ende des Jahres wirklich in der Top 10 landen würde. Schließlich hört man sich an den meisten Platten ja nach einiger Zeit satt. Aber nein: "Hymns for the Haunted” hat nichts von seiner Faszination verloren. Immer noch begeistern Amandas Stimme und die kraftvollen Songs irgendwo zwischen Pop, Rock, Funk und Soul.

Links:

http://amandajenssenmusic.com

https://www.facebook.com/AmandaJenssenOfficial

 

portugaltheman3. PORTUGAL. THE MAN Evil Friends

Ich gebe zu: Vor “Evil Friends” war mir diese Band absolut unbekannt. Dabei können Portugal. The Man bereits auf einen umfangreichen Backkatlog zurückblicken. Mit Unterstützung von Hitproduzent Danger Mouse ist den Jungs dieses Mal ein absolut eingängiges und tanzbares Album gelungen. Angefangen mit dem hymnischen Oper “Plastic Soldiers” über den Ohrwurm “Creep in a T-Shirt” und dem balladesken “Sea of Air”, finden sich hier eine Reihe starker Song, die in jeder Indies-Disco für eine volle Tanzfläche sorgen dürften.

Links:

http://www.portugaltheman.com/evilfriends

https://www.de-de.facebook.com/portugaltheman

 

herrenmag4. HERRENMAGAZIN Das Ergebnis wäre Stille

Leicht haben es Herrenmagazin ihren Hörern ja noch nie gemacht: Düstere Texte und ein Sound, der zwischen geschmeidigen Indie-Pop und noisigem Geschrammel hin- und her galoppiert. Auch dieses Album macht, zumindest bei den Lyrics, keine Ausnahme: "Deine Gedanken sind lebhaft, so wie Frösche im Sprung / Doch bleibt ihre Heimat ein stinkender Sumpf", heißt es, wenig optimistisch, gleich in der Single “Frösche”. Neu ist, dass es musikalisch gezügelter, und wenn man so will, auch glatter zugeht. Das kommt den Songs jedoch zu Gute. Leicht zugänglich wäre dennoch übertrieben, denn Haken und Ösen finden sich in jedem Song. Ein Album, das man mehrmals hören muss, bis es seine Klasse entfaltet!

Links:

http://herrenmusik.com/herrenmagazin

https://www.facebook.com/Herrenmagazin

 

placebo 5. PLACEBO – Loud like Love

Ach, die gibt’s ja auch noch…in Saturn Hansa & Co. findet man Placebo ja unter “90ies-Bands” einsortiert. Und in der Tat haben die Mannen um Brian Molko ihre Glanzzeiten schon hinter sich. Braucht man dann noch ein neues Placebo-Album? Hat man sich von den platten Lyrics in der mäßigen Vorab-Single “Too many Friends” erholt, kann die Antwort nur lauten: Ja! Molko ist immer noch ein Meister in der Inszenierung von Melancholie und Sehnsucht. “Hold on to me” oder das schillernde “Bosco” vermögen zu fesseln wie damals “Without you I’m nothing” oder “Song to say Goodbye”. Auch der breitbeinige Titelsong gefällt. Da verzeiht man auch einen pseudo-revolutionären Protestsong wie “Rob the bank”.

Links:

http://placeboworld.co.uk

https://www.facebook.com/officialplacebo

 

KoL6. KINGS OF LEON Mechanical Bull

Seit “Sex on fire” dürfen sich auch die Kings of Leon zu den Bands nennen, denen der Stempel “Stadionrock” gerecht wird. Man durfte daher gespannt sein, ob sie mit “Mechanical Bull” die ausgetretenen Pfade weiter beackern oder sich neu erfinden? Die Antwort: Nicht von alledem. Da wird gerockt wie zu seligen “Youth and young manhood”-Zeiten (“Supersoaker”, “Don’t matter”) und ein paar Tracks weiter geschmachtet wie nie zuvor (“Beautiful War”, “Tonight”). Erstaunlicherweise funktioniert das alles verdammt gut, selbst die balladesken Nummern versinken nicht im Kitsch. Mit “Last Mile home” auf der Deluxe Edition gibt’s zudem noch einen Song für “on the Road”, der alle Stärken der Kings of Leon vereint. Gelungen!

Links:

http://kingsofleon.com

https://www.facebook.com/KingsOfLeon

AM7. ARCTIC MONKEYS – AM

Machen die jetzt auf Hip Hop? Das könnte man zumindest nach dem ersten Durchlauf denken. “AM” ist anders als die bisherigen Monkeys-Alben. Bunter, experimenteller und ja, aufregender! Nach dem poppigen Vorgänger “Suck it and see”, der an Strand und Beach Boys erinnerte, zwingt Mastermind Alex Turner die Hörer nun auf die Tanzfläche. Schwül und fiebrig geht es zu. Hip-Hop-lastige Drums treffen auf sägende Gitarren und Alex Turner singt so cool wie nie zuvor. Aber gut, so lange Songs wie “One for the road” oder das lässige “Knee Socks” dabei rauskommen, solls mir recht sein. Ein facettenreiches Album, das eingefleischte Fans aber enttäuschen wird.

Links:

http://www.arcticmonkeys.com

https://www.facebook.com/ArcticMonkeys

travis8. TRAVIS Where you stand

Wenn man Herz-Schmerz-Songs hört, gibt es nur wenige Gruppen, die das besser hinkriegen als Travis. Auch “Where you stand” knüpft nahtlos an die bisherigen Veröffentlichungen der Herren um Sänger Fran Healey an. Klar, hier und da schummeln sich ein paar Elektro-Spielereien in den gefälligen Gitarrenpop, aber im Grunde handelt es sich um die gleichen Zutaten, die Songs wie “Why does it always rain on me” zu Evergreens gemacht haben. Dass Travis immer noch das Zeug haben, hitverdächtige Balladen zu schreiben, beweisen Nummern wie “A different room” oder der Titelsong. Insofern ist das Album wie ein Wiedersehen mit guten alten Freunden.

Links:

http://www.travisonline.com

http://www.facebook.com/travistheband

manics9. MANIC STREET PREACHERS Rewind the film

Die nächste 90ies-Band: Mit “A design for life” oder “If you tolerate this…” haben die Jungs Britpop-Hymnen geschrieben, die immer noch nichts von ihrem Glanz verloren haben. Bis heute haben die Manics noch nie ein schlechtes Album veröffentlicht. Auch “Rewind the film” überzeugt wieder mit Pathos und Melancholie, sprich den altbekannten Stärken. Wobei es dieses Mal akustischer und reduzierter zugeht, als auf dem sehr poppigen 2010er-Album “Postcards from a young man”. Das bringt im Idealfall wunderschöne Songs wie “This sullen welsh heart” oder “Anthem for a lost cause” hervor, mitunter aber auch gepflegte Langweile wie im Titelsong. Insgesamt aber empfehlenswert.

Links:

http://www.manicstreetpreachers.com

http://www.facebook.com/manicstreetpreachers

 

suede10. SUEDE – Bloodsports

Mehr 90ies geht nun wirklich nicht Zwinkerndes Smiley 2013 kehrten Suede aus der Versenkung zurück – mit einem starken Album. Für die Mannen um Brett Anderson galt ja schon immer die Devise – hate it or love it. Ich selbst habe mit Suede ja nie viel anfangen können, dennoch gefällt mir dieses Album, weil es wie aus einem Guß klingt und konsequent alle Trademarks der Bands vereint. Da gibt es die schwelgerischen Melodien, die exaltierte Stimme von Brett Anderson und die himmelschreienden Ohrwurm-Refrains. Pomp, Pathos und Leidenschaft – all das verkörpern Songs wie “Snowblind” oder “Sabotage”. Wo viele Bands auf eine zwanghafte Neuerfindung setzen, bleiben Anderson & Co. sich selbst treu und machen die Musik, die sie am besten können.

Links:

http://www.suede.co.uk

http://www.facebook.com/pages/The-London-Suede/154676634604864

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2 Kommentare zu “Top 10: Die Platten des Jahres 2013

  1. Wo sind The Pains of Being Pure At Heart // Adele // The Drums // The Vaccines // Fleet Foxes // Cut Copy und PJ Harvey ????

  2. Na ja, dann hätte ich eine Top 20 machen müssen 😉 Aber keine Sorge – ich werde wohl noch einen zweiten Teil mit den „Top 10 Songs“ posten. Da sind Adele und The Vaccines auf jeden Fall dabei 🙂

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